Später

meldet er sich wieder, nachdem er festgestellt hat, daß die Bilder im vorherigen Post und auch sonst nicht mehr angezeigt werden.
Das ist nicht gut, das bedeutet viel Arbeit, das hat er nicht gern.
Wahrscheinlich fragt ihr euch, warum er sich in der dritten Form heute ausdrückt, nun, das ist dem Umstand geschuldet, dap er nicht so sehr in persönlicher Betroffenheit ob der vielen zusätzlichen Arbeit schwelgen möchte.

Aber da er hart ist im Nehmen zurück zum feundlicheren Du / Ich.
Ja ihr Hübschen, nach einem arbeitsreichen Sommer, mit viel Sonne und mehreren Wochen 40° Höchsttemperatur bin ich noch immer ein überzeugter Zypriote.
Der einzige Punkt, der sich nach und nach als etwas schwierig herausstellt, ist die Projektbeschaffung. Das hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt. Aber es läuft hier eben alles über Vitamin B. Da gibt es sogar eine Sendung in der Glotze, ‚exi meson‘, da stellen die Leutleins sich und, viel wichtiger, ihre Verbindungen zu allem möglichen vor, um diese dann gegen Geld oder weitere Verbindungen an irgendjemanden weiterzugeben.
Da wird dann also ganz offiziell die Telefonnummer rausgegeben und dann telefoniert man sich zusammen. Interessante Erfahrung, da diese Art der ‚Beschaffung‘ im mitteleuropäischen Kulturraum ja unter einen fast so strengen Verschwiegenheitsmantel fällt wie der Verdienst, den man so hat.
Doch zurück zum Leben, da sich das Wetter langsam einkriegt und das Hirn sich auch nicht dauernd knapp unterhalb der Eiweißcoagulationsgrenze befindet, habe ich mich entschlossen, in Zukunft wieder mehr zu schreiben, auch weil ich mich jetzt auch eher wieder etwas vom Dorf wegbewegen kann.
Ich habe zwar öfter die in meinem Zweitberuf als Erntehelfer nötigen Auslieferfahrten in die großen Städte am Meer durchgeführt, bin aber immer sehr schnell wieder dort abgezogen, weil ich, sofort nachdem ich das klimaanlagenbeschützte Gefährt verlassen habe, mich in einen Schweißsee verwandeln wollte. Dann noch ein paar Kisten mit Früchten in den Laden des Händlers geschleppt, und schon brauche ich einen Liter Wasser zum Nachfüllen. Der beste Platz und den will ich wirklich nicht verlassen, ist der Kühlraum hinter dem Geschäft.
Schnell noch zum Einkaufen in den riesigen Papantoniou-Supermarkt, mit guter Klimaanlage, und dann zurück auf die Berge, 3° kühler und mindestens 20% weniger Luftfeuchtigkeit.

Nachdem ich im Frühjahr das erste Erdbeben meines Lebens mit immerhin 5,3 Richterskala erlebt habe, bei dem wirklich alles abgefahren wie im Rausch sich gegeneinander verschoben und gewackelt hat, hatten wir nun vor 2 Wochen noch einen Staubsturm aus der syrischen Wüste. Ich konnte grad noch so 100m weit sehen, der Staub in den Fugen ist bis heute nicht weg. Nicht weil ich etwa irgendwie zu faul zum Putzen wäre, es kommt einfach noch immer was vom Himmel dazu.
Und das alles bei der Hitze, ich dusche dreimal am Tag, hilft nichts, du bist irgendwie staubig und überhitzt. Zu meinem Glück kühlt es nachts hier auf den Bergen ab (so auf 27-30°), aber im Vergleich zu den Städten ist das angenehm.

So, nun ist es spät, ich geh mal ein Nickerchen machen und erzähle bald mehr.

Tschüüüß, oneira glyka

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I ain’t gonna work on Angie’s Farm no more

Moin ihr Hübschen,

kaum guckt man einmal nicht auf den Kalender schon sind zwei Monate rum. Und nachdem dann heut der Giorgio in seinem griechisch-schwäbisch gemeint hat: „So viel schaffst du auch nidd“ hab ich mir gedacht, vielleicht sollte ich mal wieder einen kleinen Eintrag im Blog machen.
Aber eigentlich kann er gar nicht so klein werden, da es ja massig zu berichten gibt.
Wenn ich das richtig sehe, habe ich Ende November das letzte Mal anständig Meldung gegeben. Sehr gefreut habe ich mich über die vielfältigen Nachfragen, ob der Wein zu gut wäre, das Essen zu reichlich oder sonstige ähnliche liebgemeinte Rat- und Tatschläge. Mein allerliebstes Schwesterlein Bettina hat auch freundlich nachgefragt, woraufhin ich sie mit einer frechen Antwort bezüglich der fränkisch-hohenlohischen Eigenart lieber nichts zu sagen, da das ja völlig genüge, abgespeist habe. Beim Nachdenken irgendwann später ist mir dann eingefallen, daß ich ja auch so ein ‚Nix gesagt ist gelobt genug‘ Hohenloher bin.
Deshalb an dieser Stelle mal etwas für mich ungewöhnliches:
Ich bin glücklich und froh in einer so guten Familie aufgewachsen zu sein, die mir genug Selbstvertrauen und Lebenslust mit auf den Weg gegeben hat, um das alles was ich derzeit erlebe und im bisherigen Leben erlebt habe, zu geniessen, zwischen den guten und schlechten Momenten, die Einfluß nehmen, gut und schnell entscheiden zu können. Ja, Willy und Else, ihr seid gemeint, und auch die lieben Geschwister, derer es doch einige gibt.
Ich bin froh über das Vertrauen besonders meiner Kinder, das das alles schon gut geht und ich somit beruhigt in die Welt hinauswandern kann. Über alle meine Freunde, die mich ein Stück des Lebens begleitet und beeinflußt haben, meine Neugier in die richtige Richtung gelenkt haben und natürlich über meine Frauen, die mich getragen haben und noch tun.
So, das reicht nun, zurück zum wahren Leben in der Ferne eines uneinigen Planeten.
Nachdem ich also die ersten Heizungsprobleme beseitigt habe, bin ich erstmal wieder losgegangen an eine der Touristenattraktionen, die nur ein paar Kilometer von meiner Winterbleibe entfernt ist. Es ist eine alte venezianische Brücke aus dem Mittelalter. Unterwegs finde ich, wie mir von den Einheimischen schon angedroht wurde, Pilze von sehr guter Qualität, der sogenannte ‚red mushroom‚, in ausreichender Menge und beeindruckender Größe.
Gleich in den Rucksack damit und mit in die heimische Küche nehmen.
Überhaupt komme ich mir hier eher vor wie in Schweden, bei den vielen Pilzen und Moosen.
Nordisch anmutende Bachläufe wechseln sich mit südländischen Palmen ab. Auf dem Rückweg finde ich in einem sehr engen, unzugänglichen und steilen Seitental eine Signatur.
Ich vermute, daß dies die Signatur des Naturburschen aus dem Teeladen in Arsos ist, und beschließe sofort meine Signatur dazu in den Stein zu kratzen. Ab heute wird diese an den aussergewöhnlichen Punkten zu finden sein. Ich habe die Klettertour schwer unterschätzt und schaffe es gerade noch so, obwohl ich endlich ohne Gepäck unterwegs sein kann, vor dem Sonnenuntergang zumindest die steilsten Pfade zu verlassen. Spät und erschöpft erreiche ich die durch Sonne und dunkle Vorhänge gut warme Wohnung.
Zufrieden wandere ich die nächsten Tage so in der Gegnd herum. Noch immer finde ich lecker süße Weintrauben und wundere mich über die Gegend, irgendwo zwischen Schweden und Schweiz.
Auch ansonsten werde ich immer wieder überrascht, ob vom Gemüsebrot, mit dem mich die Vermieterin bei Bezahlung der ersten Miete ausgestattet hat, 1000 Meter hohen Bergen, oder sympatischen Menschen, wie Anna Zannetou, der ich in Mandria begegne. Sie betreibt dort ein Kafeneion, das sie auch als Atelier und Ausstellungsraum für ihre Bilder und Ikonen nutzt.
Sie erklärt mir, daß zur Herstellung der Ikonen altes Holz verwendet wird, das mit einem Leim aus Hasenknochen erstmal versiegelt wird, dann mit einem sehr fein gemahlenen, weißen Kalkstein grundiert wird. Daraufhin werden die Farben und das Blattgold aufgelegt. Sehr interessant zu sehen. Dann erzählt sie mir beim Kaffee mit sehr feinem Gebäck noch eine wunderschöne Anekdote aus Limassol. Dort sind um 1960 zwei bekannte Bettler, Arkondis und Kasim, ansässig. Der eine arbeitet in einem Teil der Stadt, der andere im anderen und wie es sich für jeden Angehörigen einer Berufsgruppe gehört, hat man natürlich ein gesundes Konkurrenzdenken. Als dann jedoch Arkondis eines Tages krank wird, entschließt sich Kasim diesen zu besuchen. Arkondis empfängt ihn jedoch sehr ungehalten und beschimpft Kasim, daß er nun in seinem Revier gebettelt habe. Kasim ist klug und antwortet ihm, daß er alles Geld, das er unterwegs erbettelt hat natürlich nur für ihn genommen habe und gibt das Geld an Arkondis. So ist das mit der Berufsehre. Gestärkt und weiser gehe ich weiter, sehe schöne Fahrzeuge, die die Nähe zum Orient nicht leugnen können.
Ich gehe weiter nach Phini zum Einkaufen und dann zurück. Eine meiner weitesten Wanderungen mit 27 km in 7 Stunden 20 Minuten mit 1931m Höhenunterschied. Ja, jetzt dürft ihr mal klatschen.
Den Dezember verbringe ich weitgehend mit der Erkundung der Umgebung, Erntehilfe, Treffen seltsamer Gestalten, Finden neuer Geschäftspartner, Bau eines Kamins und dem Erkunden der lokalen sinnlichen Genüsse.
Am 21. Dezember wird St. Lucia gefeiert, etwas kleiner als in Schmalfelden, auf dem Balkon und auch nicht so kalt. Weihnachten sind wir im kleinen Kreis, Giorgio, Marina und ich gar selbst.
Es ist weiterhin Pilzzeit und der Speisezettel entsprechend gestaltet. Bei den Pilzsammelaktionen finde ich nun immer öfter blühende Frühjahrsankündigungen, obwohl es noch gar nicht richtig Winter war.
Im neuen Jahr bekomme ich Besuch, ja die liebe Sabine, und finde es toll alles zeigen zu können. Sie bringt auch was schönes mit, Verschiebungen im Weltenkreis, ein supergutes Messer aus Hauischer Produktion und deutsches Wetter. In der zweiten Nacht und den gesamten folgenden Tag giesst es wie aus Kübeln.
Wir sitzen gemütlich zuhause und schauen dem Treiben zu. Die Berge sind voll Schnee und das Meer tobt am nächsten Tag noch ordentlich. Und weil wir so unglaublich abenteuerlustig sind, fahren wir bei Eis und Schnee über einen einspurigen Weg durch das Gebirge nach Mylikouri. Das ist so ziemlich der automäßig einspurigste Pfad, den es gibt. Die normale Straße hat das Unwetter am Tag vorher einfach weggeschwemmt, es ist nur noch die Brücke vorhanden. Zum Glück haben wir eine fränkisch-hohenlohische Winterausbildung und schaffen die Fahrt über die höchsten (1437m) Gebirgsstraßen Zyperns zwar mit massig Verspätung, aber dafür zufrieden.
Wir verbringen noch ein paar schöne, faule Tage mit Wanderungen. Sabine wird von einem zugegebenermaßen sehr charmanten Geschäftspartner als Göttin bezeichnet, weil sie den ersehnten Regen gebracht hat. Die Tage sind recht locker und gemütlich, bis wir aufgrund einer lokalen Besonderheit kein Kerosin mehr für den Brenner kriegen, dem, vor allem wenn keine Sonne scheint, eine ziemlich wichtige Position zuteil ist. Samstags ab 15:00 gibts bis Montag nichts, nada, null, und also probieren wir halt mal Diesel. Keine gute Idee. Es stinkt und raucht trotz zusätzlicher Abdichtung und das Saugflies verbrennt. Böse Falle, ausgerechnet jetzt, wenn’s wirklich kalt ist.
Am Montag morgen fliegt Sabine wieder zurück und prompt wird das Wetter besser. Schade für sie, daß sie ausgerechnet die härtesten Tage des Jahres erlebt hat.
Nach einer unglaublich langen Rückreise (8 Stunden) vom Flughafen setze ich mich in der Endstation in Arminou erstmal ins Kafeneion. Da der letzte Bus aus Paphos immer dorthin fährt, kennt man mich bereits. Eine Dame, die ich jedesmal treffe, wenn ich über Arminou anreise, sitzt beim Kartenspielen und erzählt den Mitspielern, daß ich öfter mal da rüber laufen muß. Prompt bietet mir Michael an, mich über das Tal zu fahren. Er muß nur noch fertig karteln. Weil das aber länger dauert, weil keiner so richtig gewinnt, gibt er mir Kaffee aus, weil ich ja jetzt wegen ihm warte. Ich mag die Zyprioten. Trotzdem ist es kalt in der Bude. Erstmal Ersatzteile besorgen und einbauen, dann gehts wieder. Allerdings wird es jetzt auch wärmer und heute ist jetzt schon der zweite Tag nacheinander mit 20 Grad. So kanns bleiben. Den restlichen Januar bin ich mit Bäumeschneiden, Holzhacken und der Ernte von Zitrusfrüchten und Avocados beschäftigt.
Ausserdem habe ich zwei Mandelbaumgärten mit 40 Bäumen zur Pflege, die ich noch schnell fertig machen muß, da die Mandeln schon das Blühen anfangen.

Ihr seht also, alles gut, auch wenn sich ein paar von euch schon Gedanken gemacht haben. Hier ist alles im grünen Bereich.
So jetzt noch ein paar Telefonate und dann ab in die Heia.
Ach so, wegen dem Titel des Eintrags, ich glaube, daß es mir hier genügend gefällt, um nicht mehr in Angies wundersamen Zoo zurückzukehren. Das Fernsehen ist zwar auch nicht besser, aber wir haben keine so häßlichen Fratzen, die man dauernd sehen muß.

Also in diesem Sinne, hollaraiduljöh

Wolfgang

P.S. Sou iss worn, etz müss mer sehn, daß weitergeht

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Wintervorbereitungen

Hallo im Eisschrank

ich lese hier von 3 Grad. Hallali, das ist nicht so schön.
Ich habe mir in letzter Zeit auch Gedanken um den Winter hier gemacht.
Aber immer der Reihe nach.
Erstmal habe ich mir eine alternative Wohnung angeguckt, die ist zwar um einiges größer und der Blick ist auch voll romantisch, wie mir von berufener Stelle versichert wird, aber die Vermieterin will partout, daß ich einen Anschluß bei der Cyta nehme, das ist der böse Telekom-Monopolist hier. Die sind böse, böse, böse. Das will also keiner, also ich zumindest nicht. Also, und das wird die Bettina ärgern, nix mit größerer Wohnung. Aber ich habe ja vier Betten, da müßt ihr halt die Ärschle äweng zusamme zwicke. Soll auch gut für die Libido sein, das Arschzusammenzwicken.
Aber weiter im Kontext. Ich hab mich nicht weiter gestresst, sondern bin mal übern Berg nach Arsos marschiert, toller Weg, schön hintendraussen und als Ziel: Kafeneion, Einkaufsladen und Restaurant. Auf dem Weg hat es dann mal so richtig geschüttet, der weise Wanderer hat sein Tschechen-Regen-Cape dabei und ist somit unantastbar. Ist wie dem Superman sein Cape, ruckzuck ausgepackt, aber natürlich viel kleidsamer. Das Teil ist so groß, daß ich mich, wenn’s richtig schüttet, hinsetzen kann und dann praktisch ein Zelt habe. Die Kinners wissen ja, daß man damit ganze Urlaube gestalten kann. Und man selbst fühlt sich wie eine Glucke. Ja, die Tschechen kennen sich mit Regen aus, muß man schon zugeben. Also nicht groß stören lassen, und weitergehen.
An einer gefassten Quelle vorbei, erreiche ich Arsos und gebe mich den Vergnügungen des Ortes hin.
Erstmal fällt mir der Teeladen auf, ein recht idealistischer junger Bursche führt ihn und ist gleich interessiert, wegen der GPS-Daten, die ich meistens sammle, und will wissen, ob und wie er das in sein GPS-Teil reinkriegt. Das Ob kann ich ihm direkt bejahen aber das Wie habe ich ihm auf das nächste Mal versprochen. Das werde ich auch halten können, da es der einzige bzw. nächste Ort mit Laden von mir aus ist. Er sammelt viele der Kräuter, die er da so verkauft, selber.
Der Rückweg bleibt ohne Überraschungen, aber ich fange an, mir Gedanken über den Winter zu machen, den es hier ja auch gibt und da ich eine der Wohnungen ohne echte Heizung habe, ist das, denke ich, auch angesagt.
Als dann der nächste Tag mit tiefhängenden Wolken knappe 30 Meter über mir, ein ungewohntes Bild bietet, werden diese Gedanken prophylaktisch doch weiter vertieft. Der Winter ist ja nicht so heftig wie in Mitteleuropa, trotzdem ist es kalt. Immerhin ist um die 0 Grad das Temperaturminimum aber meist ist es sonnig.
Sonne – das ist gut. Da bauen wir doch geschwind mal was. Ich fahre am nächsten Tag nach Paphos, in den Heimwerkermarkt, der verwöhnte deutsche Heimwerker würde sich totlachen, ob der Auswahl, aber das stört mich nicht. Ich hole mir vier dünne Holzlatten, Schwarze Abdeckfolie und Plastikfolie, sowie das nötige Kleinmaterial.
Zum Testen werden erstmal die Gardinen, so dicke, helle Dinger, abgenommen und stattdessen die schwarze Folie aufgehängt. Neuester Schick aus der Innenarchitektenschmiede Schindler, aber cool, das strahlt ordentlich, wenn die Morgensonne draufscheint
Da bauen wir doch gleich noch was feines. Die Badheizung. Aus den Hölzern einen Rahmen gebastelt. Mit dem schwarzen Zeug einseitig bespannt, Plastikfolie um den ganzen Kladeradatsch, und erstmal mit den Gartenstühlen befestigt. Dann durchs Badfenster von hinten ein schönes Loch reingemacht und schon strömt die warme Luft rein. Sehr schön, das bis dahin kälteste Räumchen ist mollig warm.
Die reine Luftheizung hält schon ’ne Weile vor, jedoch weiß ich nicht, wie kalt es wirklich wird.
Ich bin sehr zufrieden, und plane jetzt eine Warmwasserspeicherheizung, weil das Ding nur solang die Sonne scheint, wirklich heizt. Das sind zwar 340 Tage im Jahr, aber das sind 25 Tage ohne. Das ist zuviel. Von dem neuesten Bau erzähle ich erst, wenn’s fertig ist. Ich brauche noch gute Ideen, also Bastler vor, noch ein Tor, schreibt eure Kommentare diesbezüglich.

die allerbesten Grüße aus dem Heimwerkerparadies im Mittelmeer

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Wieder unterwegs

Moin ihr Kappen,

nach der langen Auszeit war ich nun mal wieder unterwegs. Diesmal, ihr Hübschen, mit dem Bus, das macht Spaß auf Zypern. Erstens ist das recht preiswert, und dann kann man die Gegend auch mal im Zusammenhang sehen.

Also bin ich mit dem Bus quer durch die Insel nach Kyrenia, wo ich gestartet war im Oktober. Diesmal ohne Gepäck, keine Lust auf schwere Lasten.
Ich war recht erstaunt, daß das Inselinnere gar nicht so trostlos und platt ist, wie ich mir das vorgestellt hatte. Nein, es ist da auch sehr hügelig und nun, da es ein paarmal geregnet hat, sprießt und grünt es überall. Alle möglichen Teile schiessen da aus dem Boden, Gräser, Kräuter und allen voran diverse Zwiebelgewächse, die die Nässe nur abgewartet haben, um neue Triebe der Sonne entgegen zu strecken.
Nach einer Fahrt nach Paphos im Standardbus nehme ich also den Intercity-Bus nach Nikosia, bin dort über die Ledras, eine Einkaufsmeile, in der dann mittendrin der Grenzübergang liegt, in den Norden eingefallen. Erstmal einen Cay (tschai), gab’s schon lang nicht mehr. Dann in den Bus nach Kyrenia.
Wie, was, keiner will Geld, auch recht. Am Stadtrand von Nikosia kommt dann ein Kontrolleur und kassiert die gesamte Fahrt, 5 Türk. Lira (1,6 €) für eine Fahrt von 30km, das sind Preise, die dem Reisenden gefallen. Insgesamt bin ich aber dann doch interessante 6 Stunden von 10:30 bis 16:30 unterwegs.
So nun erstmal den Peter (hey, ya ol‘ scouser, get the ale in lad, I’m dying for a bevvie.) suchen. Na, nirgends zu finden, egal, bald treffe ich ja auch Dieter, dem mein Dank allein schon deshalb gilt, weil er mir von diesem Land erzählt und mich neugierig gemacht hat.
Die Hotelsuche ist auch schnell erledigt und wir gehen zum netten Teil des Abendprogramms über. Da der nächste Tag bei uns beiden mit Terminen besetzt ist, gehen wir brav in die Heia, rechtzeitig.
Am nächsten Tag geht jeder seinen Weg. Ich treffe mich nun doch mit Peter und seiner Angela. Die beiden haben statt der angekündigten 2 Wochen immerhin fast 7 Wochen auf meinen Koffer aufgepasst. Wir haben ausführliche Gespräche über die neuen Ideen aller Beteiligten und ich freue mich sehr an den unkomplizierten Ansichten von Peter, der sich selbst als action oriented Teacher bezeichnet. Kindern die Dinge des Lebens mit praktischen Beispielen und eigener Aktion beizubringen, das ist sein Ding. Und er greift zu guten Tricks, um ihnen das Hinterfragen der Dinge und auch eigener Taten nahezubringen. Es ist immer wieder schön, Leute mit denen man eine Wellenlänge hat zu treffen.
Ich hoffe sehr, daß seine Privatschule ein Erfolg wird. Die Kinder und er haben das verdient.
Dann nochmals Hotelsuche, das erste war an dem Tag aufgrund einer deutschen Gruppe komplett ausgebucht, ja, alles Franken wie man am rollenden R sofort zweifelsfrei feststellen kann. Dasjenige von meinem Besuch im Mai hat ein Zimmer frei, reingehen, rausgehen, gut.
Am Abend treffe ich mich zum Fischessen mit Dieter, wir gehen ins Cafe Deniz, auch vom Mai bekannt.
Die Mezze und der Fisch sind wieder hervorragend. Die Köchin und / oder Bedienung freut sich sehr über meinen Appetit und die Komplimente. Ausser unserem ist nur ein Tisch besetzt. Da sitzen ausser dem Kneipenchef ein paar ältere Zyprioten, von denen einer nach einer Weile seine Gitarre aus dem Auto holt.
Was dann kommt, möchte ich als einen der seelenvollsten und berührendsten Gesangsvorträge meines Lebens bezeichnen, nicht nur mir steht das Herz in die Augen geschrieben. Dieter ist ganz hingerissen und singt alles was er kennt oder auch nicht, mit. Ich bin dermassen verzückt, daß ich dem Gitarristen und seinen Kumpels, von denen er mit dem Leadsänger bereits seit 50 Jahren zusammenspielt, mit größtem Respekt Getränke ausgebe. Ich kann mir ein Lied wünschen und möchte gern ein zypriotisches Liebeslied hören. Das Lied ist der Hammer, alle fließen hin und weg. Er erklärt dann noch, daß das nun kein Liebeslied an eine Frau, sondern an dieses wundervolle Land war, aber wie ein echt weiser Mensch mir gesagt hat, können ja sowohl eine tolle Frau wie auch ein wundervolles Land eine Heimat sein. Wie wahr.
Völlig aufgelöst und wie in einem verwunschenen Traum wandeln wir jetzt nach Hause. Und noch heute klingt mir, und bestimmt nicht nur mir, der schöne Abend und seine Lieder wohltuend nach.
Da muss ich doch glatt erst mal so alt werden, um dann in einem eigentlich immer noch fremden Land romantisch zu werden. Ich glaube, es gibt einige Leuts, die das früher schon auch mal gefreut hätte.
Am nächsten Tag ist Rückreise angesagt, die Grenze ist schnell trotz einiger wichtiger EU-Verteidigungsmaßnahmen der griechischen Seite, überschritten. Obwohl ich den ersten Bus in Kyrenia genommen habe, schaffe ich den letzten Bus in mein derzeitiges Domizil nicht. Na gut, dann eben den ins Nachbarort. Leider ist da mal wieder ein Tal mit 400m Höhenunterschied dazwischen, aber egal, ein Hotel wär viel grausamer. Also, runter, rauf, was willste machen.
Leider sind die Kofferräder, die schon die Kanalinseln, London und alle nachfolgenden Ausflüge mitgemacht haben, den zyprischen Straßen nicht so ganz gewachsen. Der rechte verliert Teile seiner Gummibereifung und gibt nun ein FFFF-Klickklickerdiklicker-FFFFF von sich, und will sich offensichtlich auflösen.
Je nu, so ist das mit den irdischen Dingen, die haben alle ein Ende nur die Wurst hat zwei.
Heute hab ich erstmal ordentlich ausgeruht, bin dann mit der letzten real existierenden Kommunistin in der Gegend rumgegurkt, haben uns eine ökologische Ölmühle, deren Chefin in Deutschland studiert hat und ihren Geschäftssinn mit deutscher Gründlichkeit aufgemöbelt hat, angeguckt und dann nach Hause, um diesen Blog zu füllen, da einige meiner Lieblingsfans sich bereits fragen, ob ich eigentlich nur noch in der Sonne liege und mir bei nur noch 22 Grad den Bauch sonne, oder vielleicht doch mal etwas Zeit für die Unterhaltung ihrer selbst aufbringen will.
Ich hoffe diese Antwort war die richtige, hä Zipfel, Meisterle, wennd kein Entenhäuser wärst, würdest einen schauguten Sch’tii abgeben, hä Zipfel, hä?

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Faule Tage

Hai

habe die letzten Tage sehr faul verbracht.
Mal mit den Leuten quatschen, mal in die Taverne gehen.
Tysula in Kedares hat den besten Salat bisher, jederzeit zu empfehlen. Sie ist echt schnell, da guckste. Hat allein die Kneipe mit so um die 20 Plätze im Griff, mit Kochen…. Ich bin beeindruckt.
Bei Giorgo ist zur Zeit Schnaps brennen angesagt. So ’ne Art Grappa aus Trauben Trester. Gutes Stöffche.
Der Giorgo hätte gern eine neuere Brennerei. Wenn einer was weiß, dann meldet euch. Kann auch was kosten.
Sonst ist es ziemlich ruhig eben.
Ich werde demnächst aber wieder losgehen. Ich will im Norden noch einiges erledigen.

Haltet die Ohren steif

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Praetori

Moin,moin

Akrounta, auf das ich mich gefreut hatte, war eher unspektakulär.
Auch der Weg dorthin bot außer dem wundervollen Vorgarten einer eifrigen Sammlerin von Glimmersteinen kaum eine Attraktion.
Diese teilweise wie Glas durchsichtigen Steine scheinen dort verstärkt natürlich vorzukommen. Insgesamt gibt es hier sehr untrschiedliche Gesteins- und Erdsorten. Von grünen über dunkelbraun bis lilarot ist mir schon alles untergekommen. Hat viel mit dem häufig vorkommenden Kupfer und deren Salze zu tun.
Also an Akrounta vorbei, Schlafplatz suchen und gut. Die mit den Jungs erworbene Isomatte macht einen super Job. Am nächsten Morgen erreiche ich frisch und ausgeruht Apsiou. Fruchtbares, etwas abgeschiedenes Örtchen, schön in den Brgen gelegen. Ein Kafeneion im ersten Stock eines Gebäudes, ds habe ich jetzt auch noch nicht gehabt. Drei Damen halten Kränzchen. Nachdem sie mit dem Austausch der Grundauskünft (von wo, urlaub, wie,alles zu Fuß, der Onkel war 7 Jahre in Gefangenschaft in D, ja schönes Land) zufrieden sind, gibts Hörnchen mit Käse und Oliven auch für mich, weil man nicht isst, wenn der andere nichts hat. Gebe reichlich Trinkgeld. Alle lachen und erzählen. Ich mag die Landleute, die Ruhe und das unglaublich leichte und einfache Leben.
Weiter gehts nach Gerasa, dort lacht eine Familie und ruft mich auch gleich. Eine freundliche, aber auch geschäftstüchtige Frau stellt sich und ihren Sohnemann vor, erzählt mir von der renovierungsbedürftigen Ölmühle, die neben uns steht. Sie will das alles herrichten und Biomäßig betreiben. Dann schickt sie mich zu ihrem Mann Andreas, mit dem ich mich blendend verstehe. Nach einiger Zeit findet sie, daß Andreas wieder Oliven sammeln soll und wird zunehmend lauter. Andreas ignoriert das erst mal und fragt mich lieber, ob deutsche Frauen da nicht so stressig wären und ich vielleicht ein passendes Exemplar für ihn kennen würde. Ich erkläre ihm die Lage, daß unsere da auch nicht besser, vielleicht nicht so laut wären. Lachend, bestens mit Mandarinen und Nüssen versorgt und gut gelaunt verabschieden wir uns. Er zeigt mir noch den besten Weg. Über Kapileio, dessen Kafeneion, einem intensiven Polittalk über die EU und deren Fehler, der freundlichen Einladung durch den Besitzer und über den bisher steilsten Ziegenpfad, befinde ich mich auf knapp 800m Höhe wieder im Weinland.
Weinstock an Weinstock auf Terrassen, deren fast schon weißer Kalkboden ein feines trockenes Stöffche erwarten läßt. Prompt werde ich im nächsten Dorf von einem alten Mann zu Kaffee und Wein geladen. Seine Frau, die kurze Zeit in D war, aber bald mit Heimweh zurück kam, übersetzt und freut sich. Der Sohn, ein kräftiger, ruhiger und sehr freundlicher Lasterfahrer, repariert das Kabel einer Lampe mit Steckdose und freut sich sehr, daß ich ihm die richtige Anschlussbelegung zeigen kann. Seine Frau guckt erst nicht so angetan, vertraut mir dann aber stimmgewaltig an, daß es doch an der Zeit wäre, die Merkel-Nazi-Adolf umzunieten, nachdem sie verstanden hatte, daß ich weder die aktuelle EU-Politik noch ihr deutsches Pendant gutheiße. Völlig losgelöst von Zeit und Raum verpasse ich den Zeitpunkt ein gutes Nachtlager zu suchen.
Eilig suche ich mir einen Platz, um dort festustellen, daß die neue Isomatte weg ist. Verdummdudelt….
Ich gehe also den Weg (mit Tal von 300m Höhenunterschied dazwischen) nochmals zurück. Nix zu sehen, naja ist ja auch nur Viertelmond und entspechend dunkel. Also kalte, feuchte Nacht heute.
Am nächsten Morgen beschließe ich den Weg nochmals abzusuchen.
Nichts. Dafür treffe ich auf dem Hin- und Rückweg eine nette Engländerin, die mich doch sehr in Aussehen und Verhalten an die Rawlings erinnert. Ich kann das aber nicht endgültig festlegen, da sie die Sonnenbrille nicht absetzt.
Über die nun wieder sehr hohen Berge gehts weiter Richtung Praetori. In Koilani treffe ich ein paar Taubstummer, einer von ihnen, sehr mitteilsam und geschickt im Vermitteln seiner Gedanken war in Koblenz auf der Schule. Wir unterhalten uns blendend. Er gibt mir sehr gute Tips, die Wege und Örtlichkeiten betreffend.
Ich beschließe mich über Vouni nach Omodos zu bewegen. Dort hatte mir beim ersten Besuch eine Kioskbesizerin ein Zimmer angeboten. Und ich hatte nun echt keine Lust auf eine nochmals so kalte Nacht ohne Isomatte.
In Vouni noch geschwind ins Kafeneion zwecks dem Treibstoff. Der Besitzer ist begeistert von meinem Solar-Ladegerät fürs Smartphone. Die kraftvolle Stimme der !106-jährigen! Nachbarin läßt auf weiterhin ungebrochene Lebensfreude der betagten Dame schließen. Der Besitzer bestätigt und zeigt mir, wie Oliven behandelt werden.
In Omodos ist das Kiosk geschlossen und da es dunkel wird, rufe ich Giorgo an, der sofort anbietet, mich abzuholen.
Guter Freund. Er bietet mir wieder das Haus des Bruders an.
Wir futtern noch ordentlich. Dann ist Schicht im Schacht.
Am nächsten Tag machen wir einen wundervollen Ausflug nach Paphos, bei dem ich die Informationszentrale dort kennenlerne. Es ist, wie kaum erwartet, ein Parkplatz. An dem Wachhäuschen und seinem Besitzer finden sich allerlei Personen, vom Journalisten über Anwälte bis zum Lasterfahrer, deren Meinungen und Neuheiten ein, um sich dann in selbiger Lockerheit vom Platz aus zu verteilen.
Echt spaßig, dem zuzugucken. Weitaus effizienter und interaktiver als alle Socialmedia, die man so kennt.
Schnell noch eine Isomatte besorgt. Ein paar Computerjungs besucht, die das Bitcoin-Asic eines Bekannten loswerden wollen. Einen Schreiner und einen Supermarkt eines geschäftstüchtigen, selbstvermarktenden Jungbauern zum Einkaufen aufgesucht. Ein echt perfekt gelungener Tag. Giorgo entpuppt sich immer mehr als Goldstück.
Am Abend, welch Überraschung, treffe ich dann, wie sie sich selbst bezeichnet, die „letzte real existierende Kommunistin“.
Ich mag sie sofort sehr gern und obwohl sich Giorgo nach einem Stromausfall schnell verabschiedet, entwickelt sich eine intensive und lange, von großem beidseitigem Interesse umrahmte auch kontroverse Unterhaltung.
Erstaunt über den unerwartet intensiven Tag und die ebenso unerwarteten und erfreulichen Bekanntschaften, falle ich ziemlich weinbeseelt ins Bett.
Etwas doof und passend zum regnerischen Wetter bin ich am nächsten Tag am Verarbeiten. Abends treffe ich mich mit Giorgo zum Weißdorn-Putzen und Quasseln. Wir testen seine Limonella, einen Limonenlikör, schön süß mit intensivem Zitronenaroma und den Nußlikör, ganz dunkel, guter Geruch und Geschmack.
Heut finde ich endlich mal, nach den aufregenden letzten Tagen Zeit zum Schreiben. Und freue mich über die tolle Zeit, die ich habe.

Gruß an euch alle da draussen im wilden Durcheinander der Zeiten

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Aaaaah, wieder uffm Land

Kurz vor’m Fliegen ist kein Tauchen erlaubt, deshalb habe ich mich gestern mit dem Eric in der Stadt rumgetrieben. Schön war’s und schöne Sachen haben wir gefunden. Eine ’69 Honda 750 und Grafiti z.B.
Heute morgen habe ich die Jungs nach kurzer Busfahrt verlassen. Kurzer Abschied, jeder geht seiner Wege, alle sind soweit zufrieden. Es war sehr schön und angenehm mich mit den Jungs rumzutreiben und dabei so deren Welt zu sehen.
Und… ich habe praktisch alle Städte der Südküste auf einen Schlag abgehakt. Interessant war auch zu sehen mit welchem Geschick und Genauigkeit der Eric seine Reisen plant und durchorganisiert.
Ja, und beide waren immer sehr zufrieden, wenn sie aus dem Wasser kamen.
Nun bin ich wieder am Laufen und ich merke sofort, daß ich mehrere Tage stinkfaul war und ordentlich gefuttert und getrunken habe. Die ersten Kilometer sind etwas zäh. Doch dann kommt nach dem ersten Kafeneion und dem ersten freien WLAN an einer Schule wieder echtes Heimatgefühl auf. Schon interessant, wie schnell man sich an so Eigenarten gewöhnt.
Und sie auch gleich vermisst, wenn sie nicht da sind. Freue mich schon auf Akrounta und in 2-3 Tagen dann auf Giorgio. Mal sehen was es Neues gibt.
Also ihr Hübschen, ich halt euch auf’m Laufenden…

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Uuuuh shocking

Heho,

Also jetzt waren wir auch mal in Ayia Napa. Das schlägt alles. Kilometerweise ein Laden nach dem nächsten. Wow, es gibt Leute, die da freiwillig hingehen und dann da hocken.
Du siehst nix außer Kommerz.
Ein zyprischer Kaffee mit Wasser für 4€. Stolzer Preis, dafür bekomm ich hinnedrause einen Herzinfarkt vom vielen Kaffee.
Die Jungs tauchen zwei Touren und ich schau mir ein Katamaran und ein paar Fischerboote an.
Die See ist wirklich schön hier und Green Bay ist wirklich sehr türkis.
Der Tauchguide Costas ist nett, großzügig und maximal entspannt. Ich gucke den Tauchgruppen zu und bin sehr lax.

Also alles klar hier. Bis denne

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Zurück in der Zivilisation

Moin,

Bin sehr gut in Paphos angekommen. Es ist klasse hier im aufgegebenen Campingplatz. Es macht viel Spaß mit dem Besitzersohn und seinem Gärtnerkumpel zu quatschen, über die EU, die Banken, das Establishment und so zu meckern. Und ich kann die Hängematte mal über Tag hängenlassen. Das entspannt die Schultermuskulatur doch erheblich.
Also mal die Hotelpromenade entlang. Weia weia, multiple Körper, die erschreckend in Form und Farbe an die beliebten Fish&Chips der Limeys erinnern. Dann folgt der Standardnepp mit Hüten, Schuhen und anderem Zeug, die zuhause keiner kauft.
Also, mal in der zweiten Reihe gucken.
Am zweiten Morgen erzählt mir der Junior, daß er in den guten Tagen so 150€ Taschengeld pro Tag von seinem Vater bekam.
Nun abbauen und das BNB in der Stadt suchen und den Kühlschrank mit nem Empfangsbier bestücken. Freue mich auf die beiden Kretanesen.
Seit ich die Jungs getroffen habe, sind die Abläufe völlig anders. WIr hechten von einer Wohnung zur nächsten, von einem Tauchspot zum nächsten.
Die wollen europäischen Rekord tauchen.
Ausserdem haben die immer Hunger. Bin schon fast so dicke wie am Anfang.
In Paphos hatten wir eine prima Wohnung. Sehr unkompliziert alles. Wir haben gut gefuttert und die archäologischen Attraktionen genüßlich beiseite gelassen.
Dann nach Larnaka mit Zwischenstation in Limassol. Ist das Businesscentr auf Zypern. Mehr Stress, aber an der Endstation am Hafen gings grad so. Ein Taxinaute wollte uns unbedingt eine Fahrt aufschwätzen, aber der Bus kostet 4€ und das Taxi 40€. Also klare Entscheidung pro 24€ verfuttern und verfeiern.
In Larnaka empfängt uns Georgia, ja wie immer drei oder vier Hausnummern von der ersten Angabe entfernt, aber das ist halt so.
Wohnung groß genug, jeder hat ein Zimmer, aber die City etwas weg.
Da wir Hunger haben, brechen wir in den nächsten Laden, einem armenischen Kulturzentrum, ein und futtern den überforderten Meister geschwind komplett leer.
Primär gestillt, gehts weiter in die City, ist die Promenade am Strand. Tourismus pur.
Also dann doch lieber mal in zweiter Reihe gucken. Da isses dann angenehmer. Gemütlicher Ausklang des Reisetages. Und die Jungs freuen sich auf den Tauchgang am nächsten Tag.
Ich schaue mir die Stadt an, teils sehr gepflegte Vorgärtle, und bins dann zufrieden. Nach dem Tauchen kommen die Deepdiver mit fett Hunger und wir überfallen einen Souvlaki-Laden. 2 Frauen, die offensichtlich ihr Essen selber mögen, aus Brasov, Rumänien, verwöhnen uns mit mächtigen Souvlaki Pitas.
Dann noch Gladbach gegen Limassol und gut isset.

Eric will morgen tauchen gehen, deshalb kuss und schluss und tschüss.

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Rainy Day

Moin
Gestern abend bin ich noch bis ans Meer gewackelt. Dabei haben mich die ganze Zeit zwei Hunde begleitet.
Ein nettes Gespann, ein kleines, schwarzes, etwas über Rattengröße gewachsenes Energiebündel, in Daueraktion. Dann ein reinrassiger, ziemlich abgemagerter Windhund, sehr angenehm ruhig und aufmerksam. Denen hat meine Geschwindigkeit gut gefallen. Wahrscheinlich haben sie auch auf Futter gehofft.
In der Nähe des Strandes habe ich dann die Hängematte aufgebaut.
Der Windhund hat sichs dann auch gleich mal direkt unter der Hängematte gemütlich gemacht.
Er hat mich dann auch des nächtens mehrfach gegen böse Geister verteidigt. Und morgens wurde mir dann auch der wahre Grund klar.
Da setzte es erstmal ein fettes Gewitter. Beim ersten Donner war ich hellwach. Schnell den Rucksack in die Hängematte und gut. Zwar ordentlich eng, aber für ein Nickerchen reichts allemal.

Nach dem Regen dann doch gemütlich raus und weiter.
Die Hundis als dabei, bis sie an einer Zitrus/Olivenfarm von den dortigen Haus- und Hofhunden (mit Glocken um den Hals, wie Schafe) vertrieben wurden.
Noch 10 km bis Paphos. Ich werde mich heut schon mal dort umsehen, um morgen endlich ne Sim-Karte zu erwerben.

Alles paletti soweit, auch wenns a bissi feucht ist heut.

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